Die TU Wien und der vivihouse-Verein verkaufen den vivihouse-Forschungs- und Demonstrationsbau im Wiener Donaufeld im Rahmen eines Bieterverfahrens.
Zum Verkauf steht das Gebäude – ohne Grundstück.
Das Gebäude ist für den Wiederaufbau an einem neuen Standort konzipiert. Demontage und Transport werden vom Käufer organisiert. Die derzeit genutzte Zwischennutzungsfläche im Wiener Donaufeld ist bis spätestens 30. April 2027 mit Ablauf der Nutzungszeit entsprechend den Vorgaben dem Eigentümer zurückzugeben. Weitere Informationen dazu finden sich in den Angebotsunterlagen.
Bauweise: Holzrahmen-Elementbauweise
Baujahre: 2018–2020
Ebenen: 3; die oberste Ebene ist in der bestehenden Einreichung als Revisionsebene ausgewiesen
Gebäudegrundfläche: ca. 68 m²
Bruttogeschossfläche: ca. 124 m²
Nutzfläche: ca. 75 m²; ca. 84 m² einschließlich der Revisionsebene
Innenraum: aktuell mit zweigeschossigem Luftraum
Aktuelle Gebäudehöhe: ca. 11,60 m
Außenwand und Dach: Holzrahmenkonstruktion mit ca. 36 cm Strohballendämmung
Heizwärmebedarf (HWB): 28,9 kWh/m²a
Aktueller Standort: Nordmanngasse 88, 1210 Wien
vivihouse verbindet modulares Bauen, hochwertige Ausstattung und Kreislauffähigkeit. Die Holzrahmen-Elementbauweise kombiniert eine Tragstruktur aus Holz mit Strohballendämmung und Lehmputz. Die Bauelemente wurden für Demontage, Transport und Wiederaufstellung entwickelt.
Dass dieses Prinzip funktioniert, hat der Prototyp bereits gezeigt: Im Lauf seiner Entwicklung wurde er demontiert, transportiert und neu konfiguriert.
Der derzeitige Aufbau ist dabei nur eine mögliche Konfiguration. Fassadenmodule können neu angeordnet, Grundriss und Gebäudetiefe beim Wiederaufbau verändert werden. So lässt sich vivihouse an das neue Grundstück und die gewünschte Nutzung anpassen. Je nach gewünschter Konfiguration können einzelne Bauelemente ergänzt werden.
Damit bietet vivihouse eine hochwertige, anpassbare Ausgangsbasis für unterschiedliche Nutzungen – vom Wohnen und Arbeiten über Gemeinschaft, Bildung und Kultur bis hin zu Ausstellung oder Showroom.
vivihouse entstand als Forschungs- und Demonstrationsprojekt im Umfeld der TU Wien und des vivihouse-Vereins und wurde vom Klima- und Energiefonds gefördert.
2022 war der Prototyp Teil der Internationalen Bauausstellung IBA_Wien, wo Konzept und Gebäude einem breiten Publikum präsentiert wurden.
Zur Ausstattung gehören eine Photovoltaikanlage mit ca. 3,9 kWp, Heizung und Kühlung, kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie eine KNX-basierte Gebäudeautomation.
Hochwertige Lärchen-Holzfenster, eine maßgefertigte Kochzeile, ein barrierefreies Bad und eine modulare Rampe ergänzen die Ausstattung oftmals mit außenliegenden, elektrisch betriebenen Raffstores.